Gynemedia: Herr Dr. Bühler, Sie haben sich kürzlich im Rahmen der Follikelpunktion für Führungshülsen entschieden, die lediglich zum einmaligen Gebrauch bestimmt sind. Warum?
Seit den Publikationen von Prof. Bartoov et.al. zur IMSI im Jahr 2003 bieten weltweit immer mehr IVF-Zentren diese Methode der morphologischen Begutachtung für ihre Patientenpaare an.
Es gibt mittlerweile auch einige ältere Systeme, welche die Darstellung von Vakuolen im Spermienkopf gut ermöglichen. Der Nachteil liegt aber oftmals noch in einer optischen Nachvergrößerung, in der sich Fehler in der Darstellung der Spermien potenzieren können.
Während die Verwendung globaler sowie sequentieller Kulturmedien schon eine recht gute Imitation des physiologischen Milieus des weiblichen Reproduktionstraktes darstellt, gibt es bis dato nur wenige Ansätze, auch die notwendigen physikalischen Stimuli in Eileiter und Uterus in die Kulturbedingungen mit einzubeziehen.