

In der Ultraschalluntersuchung des weiblichen Genitaltraktes, insbesondere zur Erkennung oder zum Ausschluss von angeborenen oder erworbenen Veränderungen der Gebärmutterhöhle sowie in der Hysterosalpingo-Kontrastsonographie, ist die Verwendung von Galaktose Mikropartikeln (Echovist) weit verbreitet.
Gynemed sprach anlässlich der Einführung des neuen HyCoSy-Katheters mit Herrn Dr. Gerd Bispink über seine Erfahrungen bei dieser Untersuchung:
Gynemedia: Herr Dr. Bispink, wie führen Sie die Hysterosalpingo-Kontrastsonographie durch?
Dr. Bispink: Ich habe mich schon sehr früh für Alternativen zum Echovist interessiert, da mir meine Patientinnen nach Applikation der hyperosmolaren Echovistlösung, insbesondere bei durchgängigen Eileitern, zu häufig von unangenehmen Schmerzzuständen berichtet haben. Da auch Luftbläschen als Echosignalverstärker wunderbar geeignet sind, setze ich vor allem kolloidale Volumenersatzmittel ein, die zur Prophylaxe und Therapie von Volumenmangel zuständen zugelassen sind, wie z. B. Gelafundin4%.
Gynemedia: Wie erzeugen Sie denn die Luftbläschen?
Dr. Bispink: In der Regel sind 2 – 5 ml für die Darstellung der Gebärmutterhöhle und der Eileiter ausreichend. Ich ziehe mit einer 20 ml-Einwegspritze ca. 9 – 11 ml auf und drücke den Inhalt durch einen Dreiwegehahn in eine zweite 20 ml-Spritze. Nach kurzem Hin und Her von Spritze zu Spritze ist das Gelafundin4% durch die düsenartige Verstärkung des Dreiwegehahns komplett aufgeschäumt, so dass die Untersuchung beginnen kann.
Gynemedia: Sehen Sie noch weitere Vorteile in diesem Vorgehen?
Dr. Bispink: Unsere Erfahrungen haben uns gelehrt, dass die Spermatozoen in Gelafundin4% durchspülten Eileitern äußerst hohe Überlebensraten zeigen. Wir führen diese Untersuchung unmittelbar vor dem Konzeptionsoptimum durch, um sogleich Schwangerschaften zu erzielen. Mit einer hyperosmolaren Flüssigkeit ist dies nicht möglich, da die Spermien hierin irreparabel geschädigt würden. Betrachtet man abschließend noch die Kostensituation, stelle ich fest, dass das Gelafundin4% auch noch günstiger ist. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Anwendung um einen Off-Label-Use handelt.
Gynemedia: Herr Dr. Bispink, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen ein erfolgreiches 2011.