
Zum ersten Mal hat eine Frau zwei Kinder nach Ovartransplantation geboren. Diese Meldung untermauert die Tatsache, dass die Kryokonservierung von Ovargewebe eine valide Methode für den Erhalt weiblicher Fertilität ist.
Bei dieser Patientin aus Dänemark wurde vor der Chemotherapie Teile ihres rechten Ovars entnommen und eingefroren (das linke Ovar war bereits vorher aufgrund eines Dermoids entfernt).
Nach der erfolgreichen Karzinombehandlung wurden ihr im Dezember 2005 sechs dünne Streifen des ovariellen Gewebes in den verbliebenen Eierstock retransplantiert. Der Eierstock begann wieder zu funktionieren und nach einer leichten Stimulation wurde die Patientin schwanger und bekam Ihr erstes Kind, Aviaja, im Jahr 2007.
Als sie sich im Jahr 2008 abermals in IVF-Behandlung begeben wollte, ergab der prätherapeutisch durchgeführte Schwangerschaftstest, dass sie bereits mit Lucca schwanger war – dieses Mal auf natürliche Weise.
„Dies zeigt“, so Dr. Bergholdt, „dass die retransplantierten Gewebestreifen für mehr als vier Jahre durchgehend aktiv waren und die Patientinnen dann immer noch über die Fähigkeit verfügen, zu konzipieren und gesunde Kinder auszutragen. Mit den anderen, immer noch kryokonservierten Gewebestreifen kann sich die Patientin zudem jederzeit entschließen, weiteres Ovargewebe transplantieren zu lassen, sollte das derzeitige aufhören zu arbeiten. So ließe sich die Funktion der Eierstöcke noch für viele Jahre erhalten.“