
Eine aktuelle Studie, die erste ihrer Art, stellt einen direkten Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Risiko an Endometriose zu erkranken dar. Diese prospektive Untersuchung ermittelt, dass Frauen mit einer Omega-3-haltigen Ernährung ein wesentlich geringeres Risiko haben, an Endometriose zu erkranken, als solche, deren Ernährung reich an sogenannten Transfetten ist.
So kommt es der Publikation zufolge weniger auf den Gesamtanteil des Fettes in der Nahrung an, als vielmehr auf die Art der darin vorhandenen Fette. Der Studie nach sind Frauen, die einen höheren Anteil an langkettigen Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, zu 22% weniger von Endometriose betroffen, als die, die einen geringeren Anteil zu sich nehmen, bzw. solche Frauen, die durch die Ernährung einen hohen Anteil sog. Transfette metabolisieren.
Die Forschungsergebnisse - zusammengetragen aus Untersuchungen von über 70.000 Amerikanerinnen über eine Zeitraum von 12 Jahren - weisen nicht nur darauf hin, dass die Ernährung in der Entstehung der Endometriose wichtiger sein könnte als bisher angenommen, sondern legt den Beweis nahe, dass eine fettreduzierte Ernährung nicht zwangsläufig die gesündere ist. Dr. Stacey Missmer, die verantwortliche Studienleiterin, schlussfolgert aus den vorliegenden Ergebnissen, dass den Endometriosespezialisten nun endlich eine Möglichkeit in der Betreuung von Endometriosepatientinnen eröffnet wird, die Patientinnen in das oftmals vielschichtige Behandlungskonzept aktiv mit einzubeziehen.
In einem nächsten Schritt wird man nunmehr untersuchen müssen, ob eine Diät, in der man die Transfette reduziert und Omega-3-Fettsäuren erhöht, zu einer Linderung der Symptome bei Frauen führen kann, die bereits an Endometriose erkrankt sind.