
Eine Exposition gegenüber Umweltfaktoren wie der Industriechemikalie Bisphenol A (BPA) kann lang anhaltende Schäden für die Hodenfunktion verursachen.
„Wir sehen Veränderungen in der Hodenfunktion, wenn Ratten einer BPA-Exposition ausgesetzt sind und das auch bei einer Belastung, welche die Grenzwerte der FDA unterschreiten“, sagte Benson Akingbemi, PhD, Hauptautor dieser Studie. „Dies ist vor allem deshalb besorgniserregend, weil große Teile der Bevölkerung, darunter schwangere und stillende Mütter, dieser Chemikalie ausgesetzt sind.“ Viele Kunststoffe enthalten BPA, ebenso wie einige Zahnversiegelungen. BPA wirkt östrogenähnlich und ist bereits mehrfach mit weiblicher Infertilität in Verbindung gebracht worden. In ihrer Studie über BPA´s sah B. Akingbemi vor allem schädliche Auswirkungen von BPA auf zellulärer Ebene, speziell in den Leydig-Zellen.
Die Testosteron-Sekretion ist bei männlichen Nachkommen von weiblichen Ratten, die während der Schwangerschaft und der Stillzeit BPA ausgesetzt waren, reduziert. Die Rattenmütter wurden mit BPA in Olivenöl in einer Dosis von entweder 2,5 oder 25 Mikrogramm BPA pro Kilogramm Körpergewicht gefüttert. Akingbemi stellt fest, dass dieser Wert unter der täglichen Obergrenze angeblich sicherer Exposition für den Menschen liegt, nämlich von 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.