AMH als Menopausenmarker

Forscher wagen mittels AMH eine Long-Term-Prognose voraus sagen zu können, wann die Wechseljahre eintreten. Nach den Ergebnissen, die Dr. F. R. Tehrani in Rom vorgestellt hat, ist es nun möglich, eine realistischere Einschätzung des reproduktiven Status zu geben.
So soll zum Beispiel eine 20-jährige Frau, die eine AMH-Konzentration im Serum von 2,8ng/ml hat, mit einem Verlust ihrer reproduktiven Fähigkeit ab 35-38 Jahre rechnen müssen. Dr. Tehrani verwendet hierzu ein statistisches Modell, um mittels der AMH-Niveaus der verschiedenen Altersstufen vorher zu sagen, wann die Frauen wahrscheinlich eine frühe Menopause erreichen: Liegen die AMH-Niveaus bei Zwanzigjährigen bei 4,1ng/ml oder weniger, wird ein frühes Erreichen der Menopause prognostiziert, ebenso bei Werten von 3,3ng/ ml bei 25-Jährigen und von 2,4ng/ ml bei 30-Jährigen.
Im Gegensatz dazu sind höhere AMH-Level zu bewerten: Liegen sie bei mindestens 4,5ng/ml im Alter von 20 Jahren, bei 3,8ng/ml bei 25-jährigen oder bei 2,9ng/ml bei 30-jährigen wird die Menopause mit ziemlicher Sicherheit erst mit 50 Lebensjahren eintreten.
Dr. Tehrani schließt ihre Präsentation mit der Schlussfolgerung, dass ihre Ergebnisse zeigen, dass AMH den reproduktiven Status realistischer anzeigt als das chronologische Alter per se. Abstract Nr.: O-004




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